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Sportbildung

Gelungener Präsenz-Auftakt für das Projekt Post-Covid

| Annette Lippstreu (BSSA)

Der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt e. V. (BSSA) startete am 17. September 2022 in der Paracelsus Harzklinik Bad Suderode mit der Präsenz-Auftaktveranstaltung in die Umsetzung seines neuen Projektes Post-Covid – Aufbau von Rehasport-Gruppen für Betroffene.

Die 21 Übungsleiter*innen aus 20 BSSA-Vereinen aus den Landkreisen bzw. kreisfreien Städten Harz, Wittenberg, Mansfeld-Südharz, Jerichower Land, Burgenlandkreis, Bördekreis, Magdeburg, Halle und Dessau informierten sich in Theorie und Praxis zur Symptomatik und Rehabilitation bei Long-/Post-Covid-Syndrom.
Prof. Dr. Axel Schlitt, Chefarzt Kardiologie und Diabetologie und Dr. med. Stefan Schwarz, Chefarzt Pneumologie an der Paracelsus Harzklinik Bad Suderode stellten in Fachvorträgen die Möglichkeiten der Rehabilitation an der Klinik vor und gaben Empfehlungen für den Umgang mit den Betroffenen in den Rehasport-Übungsgruppen.

In fünf Praxisworkshops erhielten die Übungsleiter*innen Einblicke in die Bereiche Ergo- und Sporttherapie, setzten sich mit Besonderheiten in der psychologischen Betreuung von Long-/Post-Covid-Betroffenen auseinander und lernten Möglichkeiten der Leistungsdiagnostik zur Einschätzung der körperlichen Belastbarkeit der Patient*innen kennen.
Nach überstandener Corona-Erkrankung leiden viele Betroffene noch lange an den Folgen der Erkrankung im Sinne eines Long-/Post-Covid-Syndroms. Der Großteil der Betroffenen weist Erschöpfungssymptome auf (Fatigue). Für sie ist beispielsweise regelmäßige und angemessene Bewegung mit integrierten Atemübungen sehr wichtig.

Eine Rehabilitationsmaßnahme, wie sie z.B. in unserem Bundesland in Barby, Bad Salzelmen, Bad Suderode und Flechtingen durchgeführt wird, ist die einzig zurzeit gesicherte Therapieoption für die Betroffenen. Nach der Rehabilitation fehlen jedoch Angebote, die die langfristige Integration in den Alltag ermöglichen. Hier setzt dieses Projekt des BSSA an.
Durch den Aufbau neuer Rehasport-Gruppen für die Betroffenen will der Verband den lückenlosen Übergang von der stationären Reha zum ambulanten Rehasport im Verein ermöglichen. Dafür wurden Informationsflyer für Patient*innen entwickelt, so dass sie sich bereits in der Klinik über die Möglichkeiten des ambulanten Rehasports informieren können.

„Dieser Praxisauftakt hat uns als lizenzierte Übungsleitende sehr unterstützt, um die Betroffenen durch spezielle Übungsanleitungen bestmöglich begleiten zu können. Insbesondere die Aussagen zu Atemübungen und Möglichkeiten der Be- und Entlastung in den Rehasport-Einheiten waren sehr spannend und hilfreich“, lautete das einstimmige Resümee der Teilnehmenden.

Post-Covid Betroffene haben einen Rechtsanspruch zur Durchführung des ambulanten Rehabilitationssports gemäß § 64 SGB IX. Die behandelnden Klinik-, Fach- oder Hausärzte können den ambulanten Rehasport auf dem Formular 56 verordnen. Die Vermittlung zertifizierter Rehasport-Angebote erfolgt über den Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt e. V.

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