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Leistungssport

Rudernachwuchs Sachsen-Anhalt beim Bundeswettbewerb stark

| Stefanie Rückauf

Der 53. Bundeswettbewerb im Rudern für Jungen und Mädchen fand vom 7. bis 10. Juli 2022 in Bremen auf dem Werdersee statt. Der Bundeswettbewerb ist mit mehr als 1.500 Teilnehmenden im Alter zwischen 12 und 14 Jahren die größte Veranstaltung der Deutschen Ruderjugend. Beim Treffen der Rudertalente präsentierte sich Sachsen-Anhalts Nachwuchs leistungsstark.

Die Herausforderung am 1. Wettkampftag (Freitag) lautetet 3.000 Meter Langstrecke mit Wende, eine Besonderheit beim Bundeswettbewerb. Alle Aktiven meisterten die Strecke super! Herausragende Leistungen gab es hier vom Mix-Vierer AK 12/13 mit Jannik Mühlenbeck vom Goitzsche-Ruderclub Bitterfeld e.V. und dem Mädchen-Vierer AK 12/13 mit Charlotta Rückauf (Goitzsche-Ruderclub) zusammen Marit Großhans, Charlotte Handt und Luise Paulett Wartmann sowie Steuerfrau Anne Villin, (alle Bernburger Ruderclub). Beide Boote qualifizierten sich für das A-Finale.

Der Mädchen-Vierer AK 12/13 legte die 3000-m-Distanz sogar mit der schnellsten Zeit aller 13 gestarteten Boote zurück (13:41 Minuten). Damit erkämpften sich die Mädchen den Meistertitel über die Langstrecke und setzten damit in ihrer Bootsklasse ein Ausrufezeichen in Richtung der Titelambitionen zur Bunderegatta über die 1.000 m am Sonntag.

 

Am Samstag stand traditionell der allgemeine Sportwettkampf auf dem Programm. Hier wurden verschiedene Staffeln mit den Aktiven der Landesauswahl zusammengesetzt. Diese mussten dann Aufgaben der Geschicklichkeit, Ausdauer aber auch des theoretischen Wissens zum Rudersport lösen. Die Ruderjugend Sachsen-Anhalt erkämpfte sich hier den Silberrang in der Tageswertung.

 

Am Sonntag stand dann der rudersportliche Saisonhöhepunkt an: die Bundesregatta.

Die Aufregung aber auch der Wille, das beste Rennen der Saison abliefern zu wollen, waren enorm groß. Sportdeutschland.tv übertrugt die Rennen live, so dass auch die Daheimgebliebenen mitfiebern konnten. Als erstes Boot war der Mädchen-Vierer AK 12/13 gefordert. Das Boot aus Bernburg und Bitterfeld setzte sich bereits beim Start vom übrigen Feld ab und kontrollierte mit langen und kraftvollen Ruderschlägen das Rennen nach Belieben. Ein Endspurtversuch der Gegnerinnen konnte mit einer Erhöhung der Schlagfrequenz abgewehrt werden und das Boot aus Sachsen-Anhalt schob sich als erstes über die Ziellinie! Damit sicherten sich Charlotta Rückauf (Goitzsche-Ruderclub), Marit Großhans, Charlotte Handt und Luise Paulett Wartmann sowie Steuerfrau Anne Villin, (alle Bernburger Ruderclub) den deutschen Meistertitel in dieser Bootsklasse.

Der Jubel war riesig – im Boot, an Land und Zuhause!

Als zweites Boot machte der Mix-Vierer AK 12/13 mit Jannik Mühlenbeck vom Goitzsche-Ruderclub Bitterfeld e.V. an der Startanlage fest. Von Anfang an ging es sehr eng zur Sache und die Führung wechselte ständig. Am Ende reichte es für den vierten Platz! Die anfängliche Enttäuschung über die verpasste Medaille wechselte schnell in eine verdiente Zufriedenheit über das Ergebnis: Viertschnellstes Boot im gesamten Bundesgebiet! Eine anerkennende Leistung!

Der aufkommende Wind verzögerte den weiteren Regattaablauf, so dass Hannah Warczog (Goitzsche-Ruderclub) zusammen mit Ihrer Partnerin Mette Mehr (RC Union Schönebeck) länger im Startbereich warteten. Nach ertönen der Sirene konnten sie sich dann vom ersten Schlag an mit an die Spitze des Feldes legen. Es entbrannte ein heißer Bord-an-Bord-Kampf mit den Gegnerinnen aus Baden-Württemberg, die sich über den Rennverlauf ca. eine Bootslänge absetzen konnten. Damit reichte es für die Silbermedaille im B-Finale der Doppelzweier AK 14.

Den Abschluss der Regatta bildet dann das Rennen im Mix-Vierer AK 13/14. Auch hier war das ersehnte Ziel, nach dem Rennen am Siegersteg anlegen zu können. Ein beherzter Start, kräftige und lange Ruderschläge und der unbändige Wille sorgten dann für den Gewinn der Silbermedaille im C-Finale erreicht werden! Man sah in fünf überglückliche Gesichter!

 

Mit einer Vielzahl an Medaillen, tollen Erinnerungen, vielen emotionalen Momenten und voller Stolz, trat das Team aus Sachsen-Anhalt die Heimreise an. Zuhause angekommen, warteten dort bereits Eltern und Freunde des Teams, um die erfolgreichen Ruder-Talente mit einem kleinen Feuerwerk, Jubelrufen und (Kinder-)Sekt gebührend zu empfangen!

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